Internetbetrug erkennen und abwehren

Internetbetrug erkennen und abwehren

Internetbetrug ist die Kriminalitätsbranche mit den höchsten Zuwachsraten. Als Internetbetrug werden Betrugsdelikte der Internetkriminalität bezeichnet. Delikte im Rahmen vom Internetbetrug gehen fliessend ineinander über mit den Delikten der „normalen“ Kriminalität, und werden unterteilt in:

1.) Vorschusskostenbetrug

der klassische Vorschusskostenbetrug ist die Domäne der so genannten „Nigeria-Connection“. Hier werden vom Opfer immer wieder neue Kosten für Anwalts-, Bank- und Gerichtsgebühren eingefordert, um eine tatsächlich gar nicht vorhandene  Erbschaft im Millionenbereich in Besitz nehmen zu können.

2.) Phishing

Bei dieser Betrugsmethode wird eine E-Mail mit gefälschten Absenderdaten der Hausbank an das potentielle Betrugsopfer geschickt. Der Inhalt dieser „Phishing-Mail“ besteht darin, die Bank dieser Person hätte ein Computerproblem, verbunden mit der Bitte, vertraulichen Daten, wie Passwort, TAN und PIN zwecks einer angeblich notwendigen „Überprüfung“ zum „Abgleich“ herauszugeben.

3.) Abofalle

Dem Opfer einer „Abofalle“ wird der Bezug einer vermeintlich kostenlosen Dienstleistung (z.B. Download von Software) eingeräumt. Einige Zeit später (nach ca. zwei Wochen) behauptet der Dienstleister nunmehr, mit der Registrierung des Verbrauchers sei ein Dauerschuldverhältnis mit einer Vertragslaufzeit von mindestens zwei Jahren zustande gekommen, und die gesetzliche Widerrufsfrist sei inzwischen abgelaufen. Der Dienstleister verlangt nunmehr − häufig über einschlägig bekannte Rechtsanwälte oder Inkassobüros – Zahlungen für die Möglichkeit, die Dienstleistung zwei Jahre lang zu beziehen. Besonders dreist und erfolgreich waren Anfang 2010 die „Abofallenkönige“, die lediglich mit der Bereitstellung von Verlinkungen zu  Downloadmöglichkeiten von sowieso kostenloser  Public-domain Software Millionengewinne machen konnten. Die bekanntesten Abofallenkönige kamen damals bei ihrer Verurteilung vor dem Frankfurter Landgericht mit zweijährigen Bewährungsstrafen davon, obwohl es -zigtausende Strafanzeigen gab, und die Ermittlungsakten ganze Zimmer bei den zuständigen Staatsanwaltschaften in Frankfurt und Darmstadt belegten.

4.) Identitätsdiebstahl

Als Identitätsdiebstahl wird die missbräuchliche Nutzung personenbezogener Daten (der Identität) einer natürlichen Person durch Dritte bezeichnet. Das Ziel eines Identitätsdiebstahls ist es in der Regel, einen betrügerischen Vermögensvorteil, z.B. durch Kredite zu erschleichen. Auch werden die Daten der betroffenen Person an interessierte Kreise aus der Werbebranche verkauft oder es wird der rechtmäßige Inhaber der Identitätsdaten mittels Rufschädigung in Misskredit gebracht.

5.) Romancescam

Als Romance Scam wird eine Form des Internetbetrug bezeichnet, bei der gefälschte Profile in Singlebörsen dazu benutzt werden, den Opfern Verliebtheit vorzugaukeln mit dem Ziel, finanzielle Zuwendungen zu erschleichen. Es ist eine moderne Form des „Heiratsschwindles“. Besonders gern wird hierbei auf rührseelige Geschichten des angeblichen US Soldat aufgetischt, welcher im Irak oder Afghanistan stationiert ist. Diese Figur ist dann angeblich verwitwet und hat einen Sohn. Wärend seines Dienstes für die US-Army sind ihm oftmals eine „trunk-box“ mit Millionen US-Dollars und kiloweise Goldbarren in die Hände gefallen, welche aus dem Besitz von Diktatoren oder Terroristen stammen sollen, und jetzt mit der finanziellen Hilfe des Opfers vom „Romance-Scam“ ausser Landes und in die Obhut des Opfers gebracht werden soll.

6.) Fake Shops

Online-Shopper und Schnäppchenjäger machen jeden Tag die gleiche Erfahrung: das Geld ist überwiesen, doch die Ware kommt entweder in minderwertigem Zustand oder gar nicht beim Käufer an. Kriminelle eröffnen immer neue Online Shops und stellen die Internetseiten der Shops ins Netz, die nur virtuell existieren. Fakeshops gibt es zu allen Branchen im Internethandel. Besondere Gefahren entstehen bei falschen Internetapotheken, welche starke Medikamente rezeptfrei anbieten und manchmal sogar verschicken.

7.) Rufschädigung und Mobbing

Mobbing, Verleumdung und üble Nachrede: als Tatort gewinnt das Internet täglich immer mehr an Bedeutung. Mittlerweile läuft der Rechtsstaat dem Internet-Fortschritt hinterher. Wer andere im Internet beleidigt oder über sie Falsches aussagt, und schädigen möchte, kann dies relativ einfach tun, und danach ziemlich leicht in der Anonymität des World Wide Web wieder abtauchen, nachdem er seinen Schaden angerichtet hat. Besonders beliebt hierbei sind die neuartigen Bewertungsportale, sowie soziale Medien, wie Facebook.

Zusammenfassung:

Internetbetrug erkennen und abwehren. Internetbetrug ist die Kriminalitätsbranche mit den höchsten Zuwachsraten. Als Internetbetrug werden Betrugsdelikte der Internetkriminalität bezeichnet

 

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